Sonntag, 31. August 2008

Geregelte Arbeitszeiten...

... wer ist das?
Eine Erfahrung, die ich bereits jetzt gemacht habe, ist folgende: im sozialen Bereich gibt es sowas nicht. Zumindest nicht in meinem Projekt, das ja zugegebenermaßen etwas anders ist, als die meisten anderen Projekte von Simon (die Emergency Shelter ausgenommen).
Freitags kam ich pünktlich um 16 Uhr ins Projekt, hab dann aber nur bis 22 Uhr gearbeitet, weil meine Team Leaderin aus gegebenem Anlass zwei Full Time Staff Member über Nacht im Projekt haben wollte. Ich sollte am nächsten Tag um 11 Uhr auftauchen, um tagsüber auszuhelfen.
Also hab ich am nächsten Tag von 11 bis 16 Uhr gearbeitet, bin heim, und habe dann von 19 Uhr an meine sleepover shift gehabt.
Am nächsten Tag, also heute, musste ich zwei Überstunden einlegen, weil meine Kollegin einen Resident ins Krankenhaus fahren musste, und sonst niemand da gewesen wäre.
Und um 16 Uhr hab ich meine nächste Schicht.
Klingt stressig, aber da ich dann wieder bis Freitag frei habe, gehts...

So far, so good!
Phil

PS: Die Sonne scheint! Blauer Himmel! Noch...

Donnerstag, 28. August 2008

Soldaten in der Innenstadt!

Ja, ihr habt richtig gelesen^^
Wir gehen nichtsahnend in die Innenstadt, wollen nur Sushi essen gehen, auf einmal stehen da an die 20 Soldaten mit Sturmgewehren. Nachdem wir die Szene erstmal etwas verwirrt angeschaut haben, fährt auf einmal ein Militärjeep vorbei, gefolgt von einem Polizeiauto und dann, der Grund für die Aufregung: einem Geldtransporter. Flankiert von den erwähnten Soldaten mit Sturmgewehren, alle wachsam schauend und mit Finger am Abzug.
Wir gehen dem Transporter vorraus, gehen in die Bank, lösen unsere Schecks ein und wollen wieder raus, auf einmal sind alle Türen zu. Ein junger Sicherheitsmann lässt uns raus, und wir sehen uns flankiert von zwei der Soldaten, vor uns Geldtransporter, Jeep, Polizeiauto und noch mehr wachsame Soldaten mit Finger am Abzug.
Kommt hier wohl öfters vor...
Welcome to Ireland ;D

Mittwoch, 27. August 2008

Beobachtungen #2 und #3

Beobachtung#2
In Irland gibt es viele dicke Kinder. Sehr viele dicke Kinder. Wobei dick da oft noch beschönigend ist. Man geht durch die Stadt und sieht überall kleine Kinder in Trainingsanzügen, die teilweise nichtmal mehr richtig gehen können, und beim normalen Gehen schnaufen als obs kein Morgen gäbe. Und wo gehen sie hin? Zu McDoof. Oder sie kommen da raus. Oder sie essen irgendwas fettiges und trinken Coke.

Beobachtung #3
Und die Trainingsanzüge.
Trainingsanzüge, weite Jogginghosen etc. sind hier grad total in Mode. Da laufen Mädels in Klamotten rum, als ob sie grade aufgestanden wären. Steht dann im Kontrast zu den drei Zentnern Schminke im Gesicht, aber okay. Aber nicht nur junge Mädchen bzw. Teenager laufen so rum. 40-Jährige Hausfrauen auch!
Bei den Männern sinds zum Glück nur Trainingsanzüge *g* Aber auch da: quer durch alle Altersschichten.
Sehr unelegant. Sehr unästhetisch. Teilweise unappetitlich, wenn die Jogginghosen drei Nummern zu klein sind, brr...
Naja, genug davon, so früh am Morgen^^

Dienstag, 26. August 2008

Sommer in Irland...

...und es regnet. Der regenreichste Sommer seit 20 Jahren, oder so ähnlich.
Und in dem Wetter war ich heute das erste Mal joggen. Nieselregen und konstanter Wind, ich war recht schnell recht nass. Und gegen den Wind wird joggen auf Dauer ziemlich anstrengend^^
Aber immerhin hab ich jetzt eine Strecke, nicht zu lang, nicht zu kurz, gerade richtig um in Bewegung zu bleiben.

Gestern war auch Alex' Leavingparty. Es gab viel zu Essen, und dann sind wir noch in eine Bar, haben eine Bluesband angeschaut und haben was getrunken. Oh, und wir haben Carlos zugeschaut, wie er eine Frau nach der anderen auf der Tanzfläche angetanzt hat, hatte irgendwie was komisches an sich^^
Um zwei sind wir dann zurück, und haben bis halb vier in der Küche noch geredet und was gegessen.
Bilder davon:
Alex' Leavingparty
Der Mann an der Gitarre ist übrigens Brian, ein Full Time Staff in Dyke Road. Auf Deutsch: er ist ein ausgebildeter Angesteller und arbeitet im selben Projekt wie ich. Spielt super Gitarre und hat ein immenses Wissen über Musik. Und einen sehr guten Musikgeschmack. Will mir bei Gelegenheit vielleicht ein bisschen Gitarre beibringen...

Oh, und eine Sache noch. Beim einkaufen im Off Licence (in Irland braucht man Lizenenzen um Alkohol zu verkaufen, und die haben meist nur große Supermärkte und spezielle Alkoholläden) habe ich ein sehr sehr interessantes Bier gefunden:
Monty
Python's Holy (Gr)Ail

Geschmeckt hats scheiße, aber die Flasche ist toll^^



So, das wars dann auch schon.
Bis die Tage,
euer Phil

Samstag, 23. August 2008

Arbeit, Arbeit!

So, der erste Arbeitstag ist vorbei. Sleepover und Day Shift. 24 Stunden, bzw. 26 wegen meiner Induction, inklusive acht Stunden Schlaf, so ists zumindest geplant. Letzten Endes hatte ich keine sechs Stunden Schlaf.
Es war auch recht chaotisch. Ich kann nicht zu viel erzählen (wir haben eine Art Schweigepflicht. Confidentiality, um den englischen Begriff zu nennen), aber einer der Residents musste wegen einer Überdosis an Medikamenten ins Krankenhaus. Netter Einstand, irgendwie...
Aber es hat sich alles in (mehr oder weniger) Wohlgefallen aufgelöst.
Tja, was kann ich sonst sagen. Im Großen und Ganzen ist die Arbeit sonst sehr ruhig. Ich hab viel gelesen, ferngeschaut, geredet. Ich hab beim Kochen geholfen, die Küche geputzt, und mich ein bisschen in die Administration eingearbeitet.
Morgen darf ich wieder ran, um neun Uhr. Ich brauch aber erst um halb zehn zu kommen, davor ist von den Residents eh keiner wach. Hat man mir gesagt, Mutter, ich habe meine Gründe ;-)

So far, so good!
Phil

Donnerstag, 21. August 2008

Beobachtung #1

Hiermit starte ich meine "Beobachtungen".
Diese werden kurze Einträge zu Dingen, die mir auffallen. Dinge, die einige vielleicht schon wissen. Dinge, die mir auch schon bekannt waren, die sich hier aber bestätigen. Und so weiter.

Beobachtung #1
Irisches Wetter ist unvorhersehbar. Vorher hats noch in Strömen geregnet, jetzt scheint die Sonne und wir haben blauen Himmel. Manchmal hat man sogar "four seasons in one day": Regen, Sonne, Nebel und Schnee.
Es gibt ein Sprichwort, das da lautet: "If you don't like Irish weather come back tomorrow". Manch einer sagt sogar: "If you don't like Irish weather come back in an hour"...

PS: Es war sogar richtig warm. Waren am Spanish Arch und haben das Wetter genossen. Zum Beweis gibts ein paar Bilder:

Spanish Arch




Mittwoch, 20. August 2008

Bilder

So, nachdem ich jetzt ne Kamera hab, gibts jetzt die ersten Bilder. Sind z.T. noch etwas überbelichtet, aber okay.

Galway WG

Was gibts sonst neues. Tara ist heute abgereist, in aller Früh. Carlos ist jetzt in ihrem Zimmer, und ich bin jetzt mit Klaus in einem Zimmer. Bis November, dann fliegt July heim, Klaus geht in ihr Zimmer, und November/Dezember fliegt Hannah heim, dann bekomm ich ihr Zimmer.
Die Sache ist nämlich die: zur Zeit bin ich im 1. Stock. Dort sind nur Doppelzimmer, d.h. es kann immer passieren, dass man jemanden ins Zimmer bekommt.
Unten hingegen sind nur Einzelzimmer, die auch immer die "Ältesten" bekommen.
Tjoa, das wars dann auch schon...

Bis die Tage,
Phil

Montag, 18. August 2008

Mein 1. "Arbeitstag"

Tja, was soll ich sagen, das war er. Chaotisch. Aber gut.
Um punkt 16 Uhr stand ich also auf der Matte, bereit für alles. Brian macht die Tür auf, leicht abgehetzt, lässt mich rein. Ich wunder mich, was los ist, doch die Auflösung des Problems lässt nicht lange auf sich warten: Ich hätte schon um 9:30 da sein sollen, was aber die Leute vergessen haben mir mitzuteilen, und es dann selber vergessen haben. Nunja.
Ich war dann also da. Hab mich mit Brian unterhalten, er hat mir ein paar Sachen erklärt, wir waren einkaufen, haben gekocht und gegessen, ich hab mich mit ein paar Residents unterhalten.
War gut, trotz Chaos. Hab mich sehr wohl gefühlt, die Leute waren alle super nett.
Jetzt hab ich frei bis Freitag, dann hab ich gleich ne Mörderschicht von Freitag 14 Uhr bis Samstag 16 Uhr. 26 Stunden, mit 8 Stunden Schlaf. Und dann gehts am Sonntag weiter, von 16 Uhr bis Montag 10 Uhr.

Immerhin hab ich heute ein Bankkonto eröffnet, also ein bisschen was Produktives hab ich auch gemacht. Morgen gehts dann richtig los mit shoppen: Sportschuhe, Sporthose, Kamera... Und dann heißts mal wieder: warten.
Warten auf Mittwoch/Donnerstag, um mit Anne telefonieren zu können.
Warten auf Freitag, um endlich richtig mit der Arbeit anfangen zu können.

Tja, das wars eigentlich auch schon. Reicht ja auch.
Grüße,
Phil

PS: Gestern hab ich ein Ayinger Weißbier getrunken. Ayinger Ur-Weisse. Das mag jetzt für einige denkbar unspektakulär klingen, aber das ist es nicht. Ich bin über 1500km weg und es gibt Ayinger Weißbier! Das ist echt... strange^^ Aber cool. Hilft, Heimweh vorzubeugen^^

Sonntag, 17. August 2008

Ich bin daheim

Zurück in Galway, zurück daheim. Jetzt ist der Moment gekommen, ab jetzt ist Galway mein Zuhause. Das Gefühl hatte ich schon, als wir in Dublin in den Zug gestiegen sind, sicher war ich mir, als wir in Galway den Weg vom Bahnhof zum Haus gegangen sind. Ich bin fast endgültig angekommen. Fast? Morgen endgültig, weil ich da meinen ersten Arbeitstag habe. Anscheinend sind dort schon alle mindestens so gespannt auf mich, wie ich auf sie^^

In Dublin hatten wir Samstag noch einen 1. Hilfe Auffrischungskurs. Gehalten hat ihn ein in Nigeria geborener Engländer, aufgewachsen in England, der die letzten 20 Jahre mit seiner deutschen Freundin, die einen nordirischen Akzent hat, in Dublin gewohnt hat. Klingt interessant? Der Typ war mindestens genauso interessant wie seine Lebensgeschichte^^ Sehr lustig, sehr lebenserfahren, sehr sympathisch. Der Kurs war auch gut, sehr prägnant und einprägsam.

Abschließende Fazit zum Training: hat sich gelohnt. Hab einiges gelernt, hatte viel Spaß, auch wenn ich viel Geld ausgegeben habe^^

Bevor wir dann heim fahren konnten erstmal ein Schock: ein Erdrutsch hat die Zugstrecke blockiert, Verspätungen bis zu drei Stunden. Dazu waren für Dublin sinflutartige Regenschauer angekündigt, die auch schon angefangen haben. Und wir sitzen da und denken uns: wir wollen doch nur heim.
Der Taxifahrer, der uns zum Bahnhof gefahren hat, meinte auch nur: der Zug fährt nicht. Sehr ermutigend...
Aber: der Zug fuhr pünktlich, kam auch pünktlich an (für irische Verhältnisse, er hatte nur 30 Minuten Verspätung), und in Galway hats auch nicht geregnet, im Gegensatz zu Dublin^^

Und jetzt sitz ich hier im Haus, schau Hurling (Tipperary - Waterford, gutes Spiel) und bin traurig, das 60 den Saisonauftakt so unglücklich verloren hat... Aber okay, anscheinend haben sie gut gespielt. Blöd ists trotzdem^^

So, ich hol mir jetzt einen Tee, heute Abend gehen wir in einen Pub, Livemusik anschauen.
Je nachdem ob ich morgen nur tagsüber arbeite oder eine sleep-over Schicht habe, meld ich mich morgen Abend oder Dienstag Nachmittag mit einem Bericht meines Arbeitstages.

Liebe Grüße,
Phil

PS: Gestern haben wir dann auch Manuel (aus Deutschland) kennen gelernt. Er ist seit letztem Sonntag hier, ist also angekommen, als wir grad weg waren. Scheint ein sehr netter Kerl zu sein, arbeitet hier neun Monate auf freiwilliger Basis. Aber generell glaub ich, dass hier nur nette Menschen als Volunteer genommen werden. Aber dann, was mach ich hier eigentlich... ^^

Freitag, 15. August 2008

Dublin, die dritte

Freitag Nachmittag, Dublin, kein Regen, Frisur sitzt laut Johanna auch (aber eigentlich stimmts nicht)
Der vorletzte Tag des Trainings ist vorbei, und es war bisher auch der beste was das Training selber angeht. Ein Amerikaner namens Kieran hat uns einiges über Challenging Behaviour erzählt, erklärt, beigebracht. Was für Strategien gibt es in schwierigen Situationen, welche Vor- und Nachteile haben sie, welches ist unsere favorisierte etc. pp Hat sich gelohnt, habe auch einiges mitgenommen. Z.B. Q.A.C.C.:Quiet, Assertive, Calm, Confident. Q.A.C.C. eben^^ Das beschreibt, wie man sich in schwierigen Situationen verhalten soll. Q.A.C.C.

Gestern war Sebastian aus Dundalk in Dublin. Also eigentlich kommt er aus Bad Sülze (hihi), wir haben uns auf unserem Vorbereitungsseminar in Northeim (olé olé) kennen gelernt. Haben eine lustige Touristadtrundfahrt mit dem Bus gemacht (der Busfahrer war cool, er hieß Phil. Okay, nicht nur deswegen...), sind verplant rumgelaufen, haben einen "tollen" Park angeschaut und haben dort bösen Fahrradkindern zugeschaut, wie sie einen armen, böse schauenenden Parkplatzwächter verarscht haben, sind dann wieder zurück zur Herberge. Dann hat sich Sebastian verabschiedet, wir haben akzeptable Fertiglasagne gegessen.
Den restlichen Abend hab ich mich mit Anne unterhalten, weil sie heute in den Urlaub gefahren ist, und ich bis Mittwoch/Donnerstag nicht mit ihr reden kann. Dann wirds allerdings noch härter, dann ist sie 2 Wochen unerreichbar... Das gehört bisher zum härtesten Teil meines Lebens in Irland: von meiner Freundin getrennt zu sein. 1544 km, wenn ich in Galway bin. Zum Glück gibts Skype, ICQ, günstige Telefonkarten für internationale Gespräche. Und ich kann mir leicht ein paar Tage freinehmen, so dass ich im November für ein paar Tage in Deutschland sein werde. Aber es ist hart...

Immerhin fang ich am Montag zu arbeiten an, d.h. ich werde ordentlich abgelenkt sein. Auch besorg ich mir in Galway dann Joggingschuhe und einen Ausweis fürs Fitnessstudio, Hurling will ich auch ausprobieren. Arbeit, Sport, Internet und Fernsehen. Ich glaube, mehr kann ich mich nicht von der Tatsache ablenken, dass meine Liebste wo anders ist. Und dann kommt der November schneller als ich denke.
Es gibt viele Gründe, sich zu motivieren. Ich hab meinen...

Das nächste Update kommt aus Galway!
So far, so good,
Phil

Mittwoch, 13. August 2008

Neues aus Dublin

So, der dritte Tag Training ist vorrüber, heute nochmal mit einer vollen Breitseite Addiction und Self Care. Interessant ja, zäh auch, aber okay.
Morgen gehts ab ins Dublin Institute of Technology, weil wir von denen ne Student Card bekommen. Das Jahr wird nämlich irgendwie als irgendwas anerkannt, wir bekommen so European Credti Points (wie auch immer) fürs Studium und bla.
Wie dem auch sei, wir werden da morgen hingehen, Fotos für die Ausweise machen, und dann haben wir den Nachmittag über eigentlich frei. Sprich wir machen ne Touristadtrundfahrt mit dem Bus. Und sonst sehmer dann.

Heute waren wir noch im Trinity College, haben uns das Book of Kells und den Long Room angeschaut. Wahnsinn.
Das Book of Kells ist irre, die Verziehrungen, die Farben, die Details... Sehr schöne Sache, definitiv. Ist das älteste erhaltene irische Schriftstück, die vier Evangelien.
Der Long Room ist ein 65m langer Bibliotheksraum, mit ca. 200.000 Büchern, die ältesten, die es in der Bibliothel gibt. Wunderschöner Raum, sehr edel mit dunklem Holz, Empore, hohe Bücherregale, Büsten von großen Denkern und Schriftstellern... Der Geruch war super, nach alten Büchern und Wissen. Ich könnte Tage in dem Raum verbringen^^

Gestern Abend hab ich noch einen aus meinem Abijahrgang getroffen, Porty, der grad mit dem Work & Travel Programm hier in Dublin ist. Nachdem er gehört hat, wie super Galway ist, überlegt er schon, sich dahinversetzen zu lassen^^
War definitiv sehr cool gestern Abend, hatten ein paar Pints und haben über unsere Erfahrungen in Irland geredet (ich eher über die von der Rucksacktour, so lang bin ich ja noch nicht wieder hier).

Jetzt grade sitzen wir im Hostel, chillen noch ein bisschen und dann ziehen wir los, Essen jagen und dann was trinken. Wie jeden Abend hier. Wenn nur nicht das Bier so teuer wäre...
Aber wir haben ja 100€ von Simon (der Organisation, zur Erinnerung) zur Verpflegung Abends bekommen, die sind allerdings auch bitter nötig. Dafür bekommen wir Mittags gratis Sandwiches. Jaha, das ist schon was. Macht auch richtig satt. Egal.

Ich meld mich die Tage wieder!
Grüße, Phil

Tschakka: die elektronische Post aus der Heimat vermeldet: Phil hat eine Studienplatzzusage aus Bamberg bekommen. Somit hab ich bereits drei positive Rückmeldungen, die vierte steht noch aus, aber die kann mir streng genommen auch schon egal sein xD

Montag, 11. August 2008

Zwischenmeldung aus Dublin

So, seit gestern sind Klaus, Johanna und ich in Dublin, auf unserem Training.
Am Abend vor unserer Abreise war ich dann auch zum ersten Mal richtig weg. Erst Aufwärmen in der Küche (großes Kino :D), dann waren wir im Róisín Dubh, einer Art Club/Bar. Sehr cooler Laden, gute Musik, viele Leute etc.
Am nächsten Tag gabs dann noch Brunch, zu Jackies Abschied, war ebenfalls sehr gechillt. Und dann gings mit dem Zug nach Dublin. Dort im Hostel (sehr gechillt) angekommen haben wir festgestellt, dass wir ungefähr nur fünf Minuten vom Temple Bar District weg sind. Wer es nicht weiß: das Ausgehviertel in Dublin. Ein Pub am andern, lauter Straßenmusiker, Pints zwischen 4,50 und 5,20...^^
Auf jeden Fall haben wir gleich ne super Bar entdeckt. Nur Rock und Metal, sehr stilvolle Einrichtung, alles top.
Heute ging dann das Training los, definitiv sehr interessant. Haben viel zum Thema Schutz der Privatssphäre gemacht, war auf jeden Fall schon jetzt lohnenswerter als Northeim...
So, Johanna macht grad Stress und will einen Laptop (notfalls sogar mit französischer Tastatur, von Alex), deswegen komm ich jetzt zum Ende.
Eine schöne Zeit,
Phil

Samstag, 9. August 2008

Zeit... Viel Zeit....

Schon wieder ein Post? Ja, weil: Zeit.
Gestern war ich noch mit Hannah und Jackie im Kino, The Dark Knight, super Film, lohnt sich definitiv. Aber auf Englisch, ich kann mir gut vorstellen, dass da einiges verloren geht.
Heute war ich zunächst in der Stadt, hab mir ne Sim-Karte besorgt, war kurz in meinem Projekt und hab hallo gesagt, und heut abend gibts Party, weil Jackie demnächst wieder fliegt.
Auch bin ich ab morgen in Dublin, wegen meinem Training.
Also meld ich mich erst in ner knappen Woche wieder...
Achja, wer meine Handy-Nummer will, meldet sich bitte. Das selbe gilt für meine Adresse, wer mir schreiben will^^
Machts gut,
Phil

Freitag, 8. August 2008

Alles wunderbar...

So, nach einer kleinen Reise von über 12 Stunden bin ich gestern Abend gegen halb elf Ortszeit (ich schreib ab jetzt immer die irische Ortszeit) angekommen.
In Frankfurt hatte ich 3 Stunden Wartezeit, in Dublin 1 1/2, und die Busfahrt hat wegen ner Baustelle 4 Stunden gedauert... Naja, leicht müde bin ich dann angekommen, wurde von der Volunteer Co-Ordinatorin abgeholt und zum Haus gebracht.
Da waren dann erstmal fast nur Deutsche da, sie sich gleich auf mich gestürzt haben und mir garkeine Chance gelassen haben, mich verloren zu fühlen. Fand ich sehr gut, muss ich zugeben^^
Haben uns auch gleich mit Vodka und Wein auf die Dachterasse gesetzt und bis zwei, halb drei geredet.

Ich wohne jetzt im Haus mit Tara, Johanna, July und Klaus (alles Deutsche), Carlos (Spanier), Jackie (Amerikanerin), Hannah (Australierin) und Alex (Franzose). Allerdings reisen Tara und Jackie sehr bald, und July demnächst ab, dann kommen noch eine Tschechin, eine Süd-Koreanerin (hab ich mir sagen lassen), ein Brasilianer und irgendwann noch irgendwer... Ist also immer gut was los^^
Das Haus selber ist geil. Das totale Chaos, so richtig WG-mäßig. Immer irgendwer da, immer irgendwo Musik... Sobald ich ne Cam hab, gibts Bilder von allem ;)

Mein Arbeitsbeginn ist am 18., bis dahin bin ich noch vom 11.-15. in Dublin wegen dem Training, und sonst kann ich machen was ich will. Hat auch was, morgen richt ich mir ein Bankkonto ein, hole mir ne Sim-Karte. Und so weiter. Ich richte mich ein, so könnte man es sagen.
Hatte heute auch schon ne Besprechung mit der Koordinatorin, hat mir Sachen zum Haus, zur Arbeit etc. erzählt, sehr nett, hilfsbereit etc. Also sind alles in allem nur nette Menschen hier^^

So, grad schauen wir die Eröffnungsfeier der Propagandaspiele in China an, später gehts dann noch in die Stadt, und heut Abend steht wohl ein Besuch in mindestens einem Pub an...

Grüße in die Heimat!
Phil

PS: Ich hab grad daheim angerufen, ich hab jetzt zwei Studienplatzzusagen, München und Göttingen. Kann vielleicht mal noch kurz was kleines schief laufen? Es macht mir Angst, dass alles so gut läuft :D (Nicht, dass ichs nicht schön finden würde^^)

Mittwoch, 6. August 2008

Es wird ernst!

Tja, jetzt wirds so richtig ernst. Die Feier gestern war genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Nicht zu groß, es waren fast alle Leute da, von denen ich mich verabschieden wollte, ich hatte viel Spaß... Ein schöner Abend. Zwar mit bitterem Beigeschmack, aber das lässt sich in so einem Fall nicht vermeiden, schließlich werde ich die Leute teilweise ein Jahr nicht sehen.

Und jetzt? Jetzt gehts ans Packen. Ausgenüchtert habe ich schon, aber das ist normalerweise eh nicht das Problem, Trinkfestigkeit sei dank ;D
Grade werden die letzten T-Shirts gebügelt, der Koffer steht bereit, die Tasche fürs Handgepäck auch... Ich kann mir nicht helfen, aber es fühlt sich sehr endgültig an. Auch wenn ich wieder komme, aber jetzt, in dem Moment weiß ich: ich verlasse mein Zuhause, I'm leaving home. Ich verlasse alles, ich starte bei nahezu null. Warum nicht ganz? Einige Kontakte werden sich erhalten, bzw. ich will sie erhalten. Meine Eltern bleiben meine Eltern. Meine Freundin bleibt meine Freundin, egal wie schwer es wird. Ich weiß, dass das funktionieren wird. Glaube, das ist wichtig. Glaube an die Sache. Egal in welchem Zusammenhang, man muss daran glauben.
Sonst wäre ich mir trotz allem nicht so sicher, dass es richtig ist, was ich hier mache. Wenn ich nicht glauben würde, dass das kommende Jahr so wichtig für mich ist, wenn ich mich von Zweifeln zerfressen lassen würde, dann wäre ich noch viel unglücklicher, als ich es bin. Wobei, ich bin nicht unglücklich. Ich bin nur... melancholisch. Weil ich weiß, was ich vermissen werde.
Wobei es auch gut ist, zu wissen, was man vermissen wird. Denn das sind nur wichtige Dinge...

So, jetzt aber, packen! Und dann kommt meine Anne, und heut Abend ist, wie schon erwähnt, noch ein Essen beim Italiener... Bevor wir morgen dann zum Flughafen fahren, und ich um 12:05 nach Frankfurt fliege, und dann nach Dublin.

Ich melde mich, wenn ich gut angekommen bin und Zeit habe, mir ein paar Gedanken zu machen. Also nicht ungeduldig werden (haha), aber das kann durchaus ein paar Tage dauern!

Alles Liebe, Phil

Sonntag, 3. August 2008

Die letzten Tage...

Sonntag Abend. Meine letzten Tage in Deutschland beginnen, und so langsam merke auch ich: es wird ernst...
Gerade komme ich von einem Verwandtenbesuch aus Bayreuth wieder, am Dienstag ist meine kleine Abschiedsfeier, und am Mittwoch geht es abends nochmal mit Eltern und Freundin zum Abschiedsessen, bevor ich Donnerstag Mittag über Frankfurt nach Dublin fliege, und von dort mit dem Bus nach Galway fahre.
Immerhin weiß ich schon, was mich in der WG erwartet, da ich bereits Kontakt aufgenommen habe. Scheinen doch sehr nette Leute zu sein, immerhin haben sie bei mir gleich billigen Vodka bestellt, und sie lieben Absinth. Können also keine schlechten Menschen sein, hehe^^
Die Vorfreude wächst, weiß ich doch von meiner kürzlichen Rucksacktour mit Flo und Rybi durch Irland, dass Galway eine tolle Stadt ist, dass die WG super ist, und meine Vorgesetzten supernette Menschen sind.
Was aber momentan doch irgendwie die Vorfreude trübt, ist die Aussicht, alles zurückzulassen. Freunde. Familie. Freundin. Mein bisheriges Leben. Okay, letzteres ist mit dem Abitur eh vorbei, aber geschenkt. Oh, und dass einige Leute nicht zu meiner Feier können, weil sie im Urlaub sind, ist auch net so der Hit. Plus eine andere Sache, aber das will ich nicht weiter ausführen, wer es wissen braucht, weiß es schon.
Aber trotzdem, irgendwie sitze ich auf glühenden Kohlen.
Donnerstag, komm nicht! Wann ist endlich Donnerstag?
Ich melde mich dann nochmal am Mittwoch, vorm Flug!
Phil

PS hier ist mein zukünftiges "Zuhause" Der Z4 gehört leider nicht zur Ausstattung ;D