Freitag, 7. August 2009

Heimreise!

Neues mitten in der Nacht? Nunja, ich bin jetzt auf dem Heimweg. Grade hab ich Galway verlassen, sitze in einem dieser tollen Busse mit W-LAN... Was für Zeiten...

Nunja, heute um 11 Uhr Ortszeit bin ich wieder daheim. So endet also ein Jahr im Ausland, mit einem Post aus dem Bus. Faszinierend... ;)

Grüße,
Phil

Mittwoch, 15. Juli 2009

Kino! Schon wieder?!

Ja, denn ich habe es verpasst, einige der aktuellen Blockbuster zu sehen, nachdem sie veröffentlicht wurden, weswegen ich das jetzt alles nachhole.
Gestern stand auf dem Programm: Public Enemies, mit Johnny Depp als John Dillinger, seines Zeichens erster "Staatsfeind Nr.1" in den USA, Bankräuber und irgendwie coole Sau. Damit hab ich auch schon teilweise den Inhalt verraten, und mehr sage ich nicht.

Der Film ist komplett mit Handkameras gedreht, die wackligen und grobkörnigen Bilder sind somit der Stil dieser Geschichte in den 30er Jahren. Einerseits cool, andererseits kann einem manchmal durchaus schlecht werden, wenn die Kamera arg schwankt. Außerdem sind die Winkel, in denen gefilmt wird, nicht immer optimal. Aber hat irgendwie was, ist aber auch definitiv ungewohnt.
Kostüme und Ausstattung sind absolut fantastisch, sehr authentisch und lässig. Die Schauspieler sind gut, aber nicht übermäßig enthusiastisch.
Die Story ist ohne Überraschungen erzählt, d.h. wer die Geschichte John Dillingers kennt, wird sich manchmal fast etwas langweilen.

Aber, nachdem alle Bereiche überdurchschnittlich gut sind, ist der Film das auch. Also: sehenswert!

Soviel zu dieser Kurzkritik ;)

Sonntag, 12. Juli 2009

Kino!

So, die letzten Tage war ich nun endlich mal wieder im Kino.
Der erste Film ist "The Hangover". Ich erspare mir eine Inhaltsbeschreibung, es geht einfach nur um einen Junggesellenabschied der etwas aus dem Ruder läuft. Klingt unspektakulär, ist aber eine der besten amerikanischen Komödien der letzten Jahre, meilenweit besser als die ganzen Ben Stiller/Owen Wilson-Filme, und wie sie alle heißen. Niveau, subtiler Humor, gute Schauspieler, Skurilität.. Sehr empfehlenswert.

Der zweite Film ist "Brüno". Auch hier sag ich nichts zum Inhalt, hat eh schon jeder mitbekommen. Ich fand den Film ehrlich gesagt ein wenig enttäuschend. Die Erwartungen waren im Vorfeld viel zu hoch, als dass "Brüno" diese erfüllen könnte. Sicher, einige Szenen sind unglaublich lustig, der Akzent ist zum Wegwerfen komisch, die Klamotten grausam gut. Aber trotzdem, irgendwie kommts einem von der "Dramaturgie" bekannt vor. Besser als "Borat" ist "Brüno" allerdings, das muss man sagen. Also auch sehenswert, wenn auch nicht der erwartete Superhit.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Gewohnheit

Wer sich wundert, warum ich in letzter Zeit so wenig schreibe, dem kann ich folgendes sagen: es passiert halt nicht viel, was besonderer Erwähnung bedürfte. Das fängt erst jetzt langsam wieder an.
Heute, genauer gesagt vor ein paar Minuten, ist Arlei in den Bus nach Dublin gestiegen, wo er dann in den Flieger nach Heathrow steigt, dort weiter fliegt nach Sao Paolo und letztlich wieder ein Flugzeug betritt, und zwar nach Curitiba.
Und in weniger als zwei Wochen ist dann auch Johanna weg. Und in drei Wochen Klaus. Und in 30 Tagen bin ich auch schon wieder daheim...
Kinder, wie die Zeit vergeht! Bald ist dieses Jahr auch wieder vorbei und ich bin wieder daheim und alles ist wie früher. Fast.

An der Universitätsfront gibts auch Neuigkeiten, München will mich immer noch, für Geschichte als Nebenfach muss ich zwar noch eine Prüfung ablegen, aber das wird schon. Und sonst kann ich immernoch nach Bamberg.

Ich frage einfach mal rhetorisch, ob daheim auch alles in Ordnung ist.

Liebe Grüße,
Phil

Mittwoch, 17. Juni 2009

Busy busy!

Bevor ich zerfleischt werde, weil ich nichts mehr schreibe, hört mich an, Mitleser dieses Blogs!
Kurz nach meinem letzten Eintrag kamen einige Besucher, mit denen wir viel gemacht haben, kurz danach kam Anne und ich war 1 1/2 Wochen unwillig, Zeit in den Blog zu investieren und danach, ja danach, da kam die Mörderwoche. Aber dazu später mehr...

Das Volvo Ocean Race ist jetzt wieder vorbei, seit knapp 2 Wochen, und ich kann sagen: viele Menschen, viel Party, war gut. Freie Konzerte, Unmengen Spontanpartys in der Öffentlichkeit, brillantes Wetter, ein voller Erfolg.

Oh, genau. Das Wetter. Die letzten 3 Wochen waren sonnig und warm. Und es geht weiter mit der Sonne, wenn auch nicht ganz so warm, aber egal. Wir haben hier den sonnigsten Sommer seit 1980, wie ich gehört habe! Und in dem Wetter kommt meine Freundin zu Besuch, was natürlich grandios war. Wir haben einige Ausflüge gemacht, waren wunderschöne Tage :)

Dann kam allerdings die Mörderwoche. Begonnen hat sie letzte Woche Dienstag und aufgehört hat sie heute in der Früh. 8 Tage und 7 Schichten. Klingt jetzt schon viel, aber es kommt noch besser. Ich habe insgesamt 66 1/2 Stunden gearbeitet und dazu 48 Stunden Nachtbereitschaft gehabt, also zusammen genommen habe ich 114 1/2 von 192 Stunden in der Arbeit verbracht, von denen mir allerdings nur 63 Stunden als Arbeitszeit gerechnet werden. Und jetzt fühl ich mich, als ob ich ne Woche im Koma verbracht hätte^^

Aber okay, jetzt hab ich erstmal ein paar Tage frei und ich werde sie nutzen, um mich zu erholen. In dem Sinne:

Cheers,
Phil

Montag, 25. Mai 2009

Volvo Ocean Race Madness

Ahoi zusammen!
Seit Sonntag gastiert also das Volvo Ocean Race in Galway, die größte Segelregatta der Welt. Es ist die 7. Etappe gewesen, von Boston aus sind sie direkt über den Atlantik zu uns gesegelt. Und wie sollte es anders sein: die Stadt hat sich herausgeputzt. Alles neu bepflanzt, neue Wegweiser, alles frisch gesäubert. Und dazu Unmengen an Straßenmusikanten, noch mehr als normal, Artisten, kostenlose Ausstellungen und Konzerte von größeren Gruppen, eine Zeltstadt mit Essen und Handwerk... Nächstes Wochenende machen die Boote dann ein Rennen in der Bucht für Extrapunkte, davor treten die Red Arrows auf, eine der besten Kunstflugstaffeln der Welt, das Wochenende drauf gibts zur Verabschiedung noch eine Parade und Feuerwerk und und und! Erwartet werden bis zu 200.000 Besucher...

Ich werde mich beeilen, Bilder online zu stellen, evtl. sogar Videos von der Flugshow.
Bis dahin:
Slán agat!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Auflösungserscheinungen

Was soll ich sagen, die WG zerfällt. Beziehungsweise die "alte" WG, die Ur-WG, die WG, die im August letzten Jahres langsam entstand, und die dann von ca. September bis Februar bestand.
Arlei, Klaus, Johanna, Manuel, Rachel, Eva, Irina, Elise, Judith, Phil. Das waren damals alle. Und heute?
Arlei, Klaus, Johanna, Eva, Phil.
Manuel ist am Sonntag wieder nach Deutschland geflogen. Ich werd ihn zwar im Sommer wieder sehen, aber trotzdem war es sehr komisch, und irgendwie ist es das immer noch. Aber es hört nicht auf... Im Juli gehen dann noch Arlei, Johanna und Eva, eine Woche vor meiner Abreise geht Klaus. Und dann bin ich von der alten Truppe wirklich der letzte...
Komische Sache, das^^

Aber okay, alles geht einem Ende entgegen, auch meine Zeit hier. Noch etwas über 2 1/2 Monate bin ich noch hier...
Aber immerhin eines hat sich nicht geändert: das Wetter.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Stoppt die Zensur!

Heute mal ein Beitrag im Zeichen der Politik. Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, plant unsere werte Frau von der Leyen ein Gesetz, mit Hilfe dessen der Zugriff auf Internetseiten, die Kinderpornographie verbreiten, gesperrt werden kann. Wohl gemerkt werden die Server, die diese Seiten hosten, nicht abgeschaltet. Was passiert ist Zensur von Inhalten.

Welche Seiten auf diesem Index landen ist für den Normalbürger nicht ersichtlich, die Liste kann nicht eingesehen werden und das Verfahren, welche Seite gesperrt wird, auch nicht. So eine Seite zu besuchen kann als "Begründeter Anfangsverdacht" gelten, mit allen Folgen.

Das Sperren solcher Seiten ist als Methode im Kampf gegen Kinderpornos denkbar ungeeignet, denn wer im Internet Material austauschen will, macht das nicht über Seiten, die man einfach frei anwählen kann, sondern über Peer-to-peer-Programme oder Torrents. Das sind Netzwerke, die gut getarnt und schwer zugänglich sind.

Somit ist das Gesetz nicht nur unnütz, die Folgen können dramatisch sein, wenn unliebsame Inhalte auf einmal auch gesperrt werden können. Das ist ein Einschnitt in die Informationsfreiheit und die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen!
Wer wissen will, was passiert, wenn man aus Versehen auf eine gesperrte Seite kommt, sollte sich nicht vom Namen der Seite abschrecken lassen und sich das hier anschauen:
www.kinderpornos.info
Erschreckend...

Um diesen Wahnsinn zu stoppen gibt es nicht nur unzählige Proteste, es gibt auch eine offizielle Petition, die dem Petitionsausschuss des Bundestages übergeben wird. Da wir im 21. Jahrhundert leben geht das natürlich online:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

Ich möchte jedem, der sich um unsere Grundrechte kümmert, nahelegen, diese Petition zu unterzeichnen. Seit gestern Mittag sind 13000 neue Unterschriften dazu gekommen, und die Petition läuft noch bis zum 16.6.! Heute sind es schon über 45000 Unterschriften, ab 50.000 muss der Petitionsausschuss eine Anhörung des Hauptpetenten durchführen. Je mehr Stimmen eine Petition hat, desto gewichtiger wird sie und desto größer ist ihr Einfluss auf die Gesetzgebung. Wenn genug Leute unt
Post veröffentlichen
erschreiben muss das Parlament diese Petition bei der Abstimmung über das Gesetz berücksichtigen bzw. das Parlament kann die Regierung auffordern, die Petition zu berücksichtigen, und diese muss dann Rechenschaft ablegen.

Also, angewandte Demokratie, jeder kann unterschreiben! Verbreitet den Link, die erfolgreichste Online-Petition hatte über 120.000 Unterschriften, das knacken wir! ;)

Cheers,
Phil

P.S.: Im Petitionsausschuß sitzt Ewald Schurer, unser Bundestagsabgeordnet aus Ebersberg, der übergeht sowas nicht ;)

Edit: am 11.5. um 16:25 sind es bereits über 75.000 Unterschriften, die erste Hürde ist bereits geschafft!

Donnerstag, 30. April 2009

Kreuze: Michael Moore und Richard Dawkins...

... und fertig ist der Film "Religulous". Ich habe mir dieses Werk nun zu Gemüte geführt, denn im ersten Moment denkt man: "Ein Film, der sich über Religion lustig macht bzw. diese kritisch hinterfragt, wie schön". Wenn dann nicht das große "Aber" kommen müsste...

Kurze Rahmenhandlung: Bill Maher, seines Zeichens amerikanischer Komiker, reist um die Welt und interviewt Religionsführer etc., um einen kritischen Blick vor allem auf die abrahimitischen Religionen zu werfen und durch intensives Nachfragen die unglaubwürdigen Elemente, logischen Fehler usw. zu entlarven.

Ansich ein lobenswerter Ansatz, vor allem zu Beginn überzeugt Maher mit seiner Argumentation, er widerlegt seine Gesprächspartner nach Strich und Faden, auf der Suche nach dem Sinn, der Daseinsberechtigung und dem Einfluss von Religion. Dummerweise bleibt es nicht bei diesem Stil. Je weiter der Film fortschreitet, desto mehr verlagert sich die Attitüde der Produktion auf bloßes Zurschaustellen von Leuten, die an etwas glauben. Gesprächspartner können ihre Argumentation, so sinnlos und lächerlich sie einem Atheisten erscheinen mag, nicht ausführen, sie werden verspottet und gnadenlos durch den Kakao gezogen. Das ist beim ersten Mal ja noch recht amüsant. Aber dann fragt man sich: wozu verschwendet ein so gebildeter Mann, der auf so gut recherchierte Fakten zurückgreifen kann, so viel Energie darauf, an diesen Leuten seine Intoleranz auszulassen? Damit repräsentiert dieser Film auch ein großes Problem der atheistischen Bewegung heutzutage:
Intoleranz.

Was Atheisten (und auch die Filmemacher) ihren Gegner, ganz besonders dem Christentum und dem Islam, vorwerfen, ist, dass diese ihre Meinung nicht akzeptieren können und versuchen, jeden zu bekehren. Nun, ich habe in meinem Leben bisher mehr Atheisten getroffen, die Gläubige fertig machen und sie vom Glauben abbringen wollen, als Gläubige, die aktiv missionieren.
Versteht mich nicht falsch, ich bin Atheist, aber manchmal denk ich mir doch, dass es seltsam ist: Atheisten sind wesentlich intoleranter, als sie den Kirchen vorwerfen zu sein.
Atheisten berufen sich dabei immer auf die "Beweise" und die Logik ihrer Argumentation, in der festen Überzeugung, dass jeder, der diese Beweise nicht sieht und akzeptiert, dumm sein müsse. Aber was die wenigsten Atheisten sehen, ist dass sie nur einen Ansatz zur Frage nach dem Sinn liefern. Gläubige liefern einen anderen, der sich halt nicht auf "Wissenschaft" (übrigens sehr verlässlich, kommt man vom Menschen selber, und dass der unfehlbar ist, wissen wir ja alle...) beruft. Wenn Atheisten endlich mal akzeptieren könnten, dass es Leute gibt, die an was anderes glauben wollen, und das dürfen sie ja auch, und diese ganze Energie auf andere Dinge verwenden würden, wie schön wäre doch die Welt...
Ich stelle den Religionen hier keinen Persilschein aus, im Gegenteil, aber die sind grad nicht Thema der Kritik ;)

In dem Sinne: soll doch jeder glauben, was er will, solang er andere damit in Ruhe lässt.
Oh, und ein kleiner Denkanstoß: wenn so eine Doku wie "Religulous" rauskommt, dann ist das in Ordnung. Aber jetzt stellt euch mal das Geschrei vor, wenn eine mehrere Millionen teure Doku rauskommen würde, in der sich religiöse Menschen über Atheisten lustig machen...

Cheers,
Phil

Montag, 27. April 2009

Zimmerkrieg!

Tja, was soll ich sagen. Die Situation hat sich zugespitzt.
Aber ganz von vorne. Neulich beschwert sich unsere Koordinatorin, dass er Eingangsbereich ja so unaufgeräumt und unansehnlich sei, und dass man dadurch keinen Besuchern stolz das Haus zeigen könne. Nun, schreibe eine Mail, dass ich mein Zimmer seit Monaten nicht stolz meinen Besuchern so präsentieren kann, wie ich es gerne hätte, dass es mich aufregt, dass mir versprochen wurde, dass alles gerichtet wird und nichts getan wird etc.

Was bekomm ich als Antwort? Ein persönliches Gespräch, in dem zwar einiges geklärt wird, aber ich auch zu hören bekomme, dass die CEO Marlene, der die Mail auf meine Anregung gezeigt wurde, beschlossen hat, dass ich aus meinem Zimmer ausziehen muss, weil es nicht bewohnbar sei. Ich soll zu Klaus ins Zimmer ziehen.

Ich beschwere mich nun bei Marlene, dass diese Entscheidung über unsere Köpfe getroffen wird und vollkommen an dem vorbeigeht, was ich eigentlich wollte. Die Antwort darauf war eigentlich nur ein verschlüsseltes "Misch dich nicht ein...".

Tja. Die Frau war noch nie hier und hat gesehen, was ich meine. Sie hat außerdem das Zimmer, und das ich ziehen soll, nicht gesehen, sonst wüsste sie, dass es absolut unbewohnbar ist.

Jetzt hab ich noch eine Gnadenfrist bekommen und Klaus hat sich auch erstmal beschwert. Mal sehn, was da raus kommt.

Aber ernsthaft, was soll der Scheiß. Sich einfach nicht drum kümmern, was abgeht und dann irgendeinen Unsinn beschließen... Ich halte euch auf dem Laufenden, wie der Kampf des einfachen Arbeiters gegen das bourgeoise Regime voran geht!

Hoch die internationale Solidarität!
Euer Phil

Donnerstag, 23. April 2009

Lang ists her...

... dass ich hier geschrieben habe. Der Grund dafür ist aber einfach: ich hatte Besucher da und dann war ich die letzten 10 Tage mal wieder daheim in Deutschland. Und da hatte ich einfach besseres zu tun, als hier zu schreiben ;)

Eigentlich wollte ich ja gestern Nacht noch einen Eintrag schreiben, da war ich nämlich im Bus von Dublin nach Galway und bei GoBus hat man nun W-Lan im Bus. Allerdings brauchte man dafür ein Passwort und ich hatte keine Gelegenheit, den Busfahrer danach zu fragen. Aber auf die paar Stunden kommts ja auch nicht an.

Ich bin jetzt seit halb drei in der Früh wieder daheim und schon ist wieder alles wie gewohnt. Hat was, irgendwie. Heute Nachmittag seh ich dann, obs in der Arbeit genau so ist.
In der WG hat sich auch nicht viel getan. Pascaline, die Schweizerin, ist noch nicht eingezogen, die wohnt mit ner Freundin irgendwo in Galway. Aber was die andern mir erzählt haben, kann man ihr da keinen Vorwurf machen und sie muss wohl recht nett sein. Ansonsten geht Manuel bald wieder heim, in zwei Wochen ungefähr. Schade eigentlich, aber nachdem er aus Stuttgart ist, werd ich ihn und er mich besuchen, im Sommer.
Bald kommt dann auch Manuels Ersatz, eine Amerikanerin namens Megan.

So, das wars im Großen und Ganzen.
Grüße,
Phil

Montag, 30. März 2009

Gaelic Football

Heute ein kleiner Bericht des gestrigen Ausflugs. Wir waren in Tuam, einen kleinen Ort nördlich von Galway. Eingeladen von unserem Arbeitgeber waren wir dort nämlich im örtlichen "Stadion", denn Galway spielte gegen Mayo, das County nördlich von uns. Wenn ich "Stadion" schreibe, meine ich übrigens Feld mit ein paar Rängen seitlich. Trotzdem waren gut 6000 Leute da, denn diese zwei Countys mögen sich nicht so recht.

Gaelic Football ist eine Mischung aus Rugby und Fußball. Es gibt zwei Tore mit nach oben verlängerten Pfosten. Ein Tor zählt drei Punkte, wobei der Ball getreten oder geschlagen werden darf. Den Ball auf die selbe Art und Weise über das Tor zwischen die Pfosten zu bringen zählt einen Punkt. Gepasst werden darf nur durch schleudern, schießen oder den Ball zu schlagen. Der Ball darf maximal 4 Sekunden festgehalten werden, dann muss gepasst werden oder der Spieler dribbelt oder er kickt den Ball hoch und fängt ihn wieder. Körperkontakt ist zwar nicht so präsent, wie im Rugby, aber sagen wir es so, die italienische Fußballnationalmannschaft wäre schon nach fünf Minuten weinend vom Platz gerannt.

Das Spiel geht also los, es ist kalt und es nieselt. Galway führt, unsere Betreuerin (Jayne, aus Mayo) flucht wie ein Rohrspatz, es nieselt immer mehr, das Spiel wird wegen Galways Überlegenheit etwas öde. Die zweite Halbzeit beginnt, Mayo legt zu, Jayne kriegt sich kaum mehr ein vor lauter Anfeuern, und am Ende gewinnt Mayo sogar.
Das Spiel war jetzt im Vergleich zu manchen Gaelic Football Spielen, die ich im Fernsehen gesehen habe, nicht so berauschend, aber schon irgendwie lustig.

Aber wenn man nichts dafür zahlen muss, nimmt man so ein Spiel durchaus mit ;)

Donnerstag, 19. März 2009

Frühling!

So, endlich wird das Wetter wieder besser! Nach dem ewig langen grauen Winter, mit Regen und Stürmen, kommt jetzt wieder die Phase, wo ab und an auch mal schönes Wetter ist... Heute zum Beispiel, und die letzten beiden Tage auch, hatte es 14°C im Schatten, es gab kaum Wind, keine Wolken, und überall regt sich wieder das Leben. Die Blumen sprießen...

...die Leute strömen ins Freie und genießen die Sonne, zum Beispiel am Spanish Arch...


...wo sie Gitarre spielen, Bier trinken, reden, lesen, dösen. Und wir? Nun...


... wir kaufen uns ein Rugbyei und haben Spaß :D Nach einer Weile gingen wir dann an den Strand, schauten der Sonne beim Untergehen zu, und dann gings wieder heim.


Toller Tag mal wieder, muss ich sagen...

In dem Sinne: mir gehts gut!

Phil

Mittwoch, 11. März 2009

Beobachtung #9

Beobachtung #9: Meine Fresse ist dieses Land teuer Oo

Ich habs sicherlich schon mal erwähnt, aber Irland ist seeeehr teuer. Das Pint Guinness im Pub kostet 3,90 aufwärts, unter 3,40 bekommt man kein Bier, Sonderangebote ausgenommen. Im Laden kostet ein 8er Pack Heineken (eins der besseren Biere, dass man hier kaufen kann...) 16€.

Heute war ich beim Friseur, habe meine Spitzen schneiden lassen, das hat 18€ gekostet! Okay, ich vermute mal, dass ich nen blöden Friseur erwischt habe, andere sind billiger, aber trotzdem...

Beispiele gibts genug, aber ich belass es mal dabei. Irland ist teuer!

Freitag, 6. März 2009

Neuigkeiten, und so!

Nachdem ich schon länger nichts mehr von mir habe hören lassen hier nun ein Update, was so alles passiert ist die letzten Tage.
Also, am 20.2. bin ich ja für 11 Tage nach Deutschland geflogen, das war wie erwartet wunderbar.
Doch davor ist etwas unglaubliches passiert. Ihr werdet es mir nicht glauben, aber es ist wahr:
Wir haben neue Fenster! Doppelglas und auch noch gscheid eingebaut!
Und noch mehr: während ich weg war, wurde ein Ventilationssystem eingebaut, dass die Luft trocknen soll. Die Folge dessen: im Zuge des Einbaus hat mich Bernd verlassen. Endlich ist das Zimmer wieder mein!
Nun, die Handwerker haben beim Einbau der Anlage allerdings ein gigantisches Chaos hinterlassen, Meterdicke Staubschichten überall. Und durch die durchgängigen Luftröhren ist das Haus noch hellhöriger... aber okay, ich bin ja nur noch 5 Monate hier^^

Ansonsten ist hier grad richtig viel los. Rachel ist wieder in Süd-Korea, Irina in Finnland, Elise in Frankreich und Judith arbeitet jetzt wo anders und wohnt auch nicht mehr hier.
Dafür ist schon eine neue Süd-Koreanerin namens Hanakim eingezogen, und so um den 22.3. ziehen dann noch eine Süd-Koreanerin, eine Australierin und eine Schweizerin ein.
Und dann einen Monat drauf ist Manuel weg, und ca. einen Monat darauf Arlei, und dann auch bald Johanna... Die Zeit des Wechsels hat begonnen, das wird durchaus interessant glaub ich.

Nunja, was noch. Gestern war ich im Kino, Gran Torino hab ich angeschaut. Mein Urteil: unbedingt anschauen, ein wirklich grandioser Film!

So, das wars vorerst mal von mir.
So far, so good!
Phil

Aran Islands

So, hier jetzt der Bericht von den sagenumwobenen Aran Islands.
Die Aran Islands sind eine kleine Inselgruppe vor der irischen Westküste, mit Bus und Boot von Galway aus ca. 2 Stunden entfernt. Die größte Insel ist Inis Mór (anglisiert: Inishmore), dann gibt es noch Inis Meáin (Inishmaan) und Inis Oírr (Inisheer). Auf Inis Mór leben im Winter 600-800 Menschen, im Sommer sind es 1300-1500.
Auf den Aran Islands sprechen die Leute Irisch. Es ist schon lustig, wenn man in den Supermarkt kommt und die Leute nicht versteht. Aber sie sprechen natürlich alle auch Englisch.

Nun, um kurz nach 9 ging der Bus in Galway los und brachte uns nach Rossaveal, einem kleinen Ort westlich von Galway. Dort ging dann die ca. einstündige Fahrt mit der Fähre los, die wir natürlich an Deck verbrachten:


Auf Inis Mór angekommen wehrten wir erfolgreich alle Iren mit Kleinbussen ab, die uns eine Rundfahrt andrehen wollten und gingen zu Fuß los, die Insel zu erkunden. Schnell stellten wir fest, dass die Natur extrem rau aber sehr reizvoll ist. Im Preview habe ich ja bereits ein Bild gepostet, dass die ganzen kleinen Mauern zeigt. Diese Art der Landschaft ist hauptsächlich zu finden, ansonsten siehts so aus:


Karstlandschaft vom Allerfeinsten, ziemlich ähnlich wie im Burren. Sehr karg, aber sehr beeindruckend.
Weiter ging es, vorbei an typischen Postkartenmotiven, wie dem hier:


Dann kamen wir vorbei an dieser Bucht, hin zu Dun Aenghus.


Dun Aenghus ist eines der ältesten prähistorischen Ringforts Europas an den westlichen Klippen der Insel. Von dort bot sich dann folgendes Panorama:


Und natürlich der Blick auf den Atlantik, zwischen uns und Amerika nur Wasser. Sehr beeindruckender Gedanke, irgendwie.
Dann ging es mit dem Bus zurück zum Hafen und dann nach Galway zurück.

Fazit: ein sehr lohnenswerter Trip. Die Aran Islands sind definitiv einen Besuch wert!

Donnerstag, 19. Februar 2009

Vorschau

Heute eine kleine Vorschau auf die nächsten Tage. Warum? Nun...
Morgen flieg ich wieder für ein paar Tage in die Heimat, es wird hier also eine Zeit ruhig zu gehen...

Aber wenn ich wieder da bin gibts einen kleinen Bericht von unserem Volunteers Daytrip (der uns bezahlt wurde), der zu den Aran Islands raus ging. Kleiner Appetizer gefällig?


Ireland at its best...

So far, so good!
Phil

Donnerstag, 12. Februar 2009

Waltz with Bashir

So, heute mal wieder ein Filmtipp:
Waltz with Bashir.
Der Film ist eine Dokumentation im Comicstil über den Libanonkrieg 1982.
Genauer gesagt geht es um einen israelischen Soldaten, der versucht, seine verschwundenen Erinnerungen an seinen Einsatz im Libanon wieder zu bekommen, da er sie verdrängt hat. Grund dafür war ein Schuldgefühl, da die Israelis Massaker christlicher Phalangisten an muslimischen Palästinenser in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila nicht verhindert haben und sie passiv durch den Einsatz von Leuchtraketen unterstützt haben.
Durch Gespräche mit anderen Kriegsteilnehmern und Kameraden, und durch deren Erinnerungen, die mit Rückblenden visualisiert werden, erinnert sich die Hauptperson nach und nach an die Geschehnisse und an seine eigene Rolle.

Der Film ist ansich eine sehr traditionell aufgebaute Antikriegsdoku, die sich aber durch den Comicstil und die beeindruckenden Bilder bemerkenswert abhebt. Auch wird kein falscher Patriotismus vermittelt, nichts wird beschönigt. Posttraumatische Belastungen der Soldaten werden genauso gezeigt, wie die Angst der 19-jährigen Soldaten im Einsatz, die Menschenverachtenden Vorgehensweisen aller Beteiligten etc.

Hintergrundinfos zur Thematik gibts hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_1982

Und wer sich nicht sicher ist, ob der Stil wirklich passt, oder wer einfach nur wissen will, wie das ganze aussieht, hier der Trailer zum FIlm:


Meine Meinung: sehr empfehlenswerter Film, trotz der schwierigen Thematik uneingeschränkt empfehlenswert!

Dienstag, 10. Februar 2009

Beobachtung #8

Iren sind spontan! Zumindest im ersten Moment...

Nun, neulich saß ich nach einer langen 24h-Schicht auf ein oder zwei Pints im Pub, schau gedankenverloren einem Fußballspiel zu und genieß mein Leben, da bekomme ich ein Gespräch neben mir am Tresen mit.
Erst ging es um Fußball, dann um die Rezession und um die Jobs. Es stellte sich nun heraus, dass einer der beiden Elektriker war. Der andere hört das und fängt sofort mit nem Problem an, dass er daheim hat, anscheinend haben ein paar Zimmer keinen Strom, Kabelfehler, was auch immer.
Der andere sagt darauf hin ganz gelassen: "Jo, ich lass dir meine Nummer da, wann hast denn Zeit? - "Nächsten Montag?" - "Okay, ruf mich an, dann klären wir das ab"
Danach schauten sie gelassen weiter das Spiel an.
Ich sitz daneben und denk mir: "Was zum Henker, warum klappt das bei dem so schnell, und wir warten seit 3 Monaten auf unsere neuen Fenster?!"
Gefolgt wurde dieser Gedanke von: "Hm, versprochen wurde es uns auch recht schnell, nachdem wir uns beschwert haben..."
Und jetzt denk ich mir: "Vermutlich hockt der Kerl immer noch ohne Strom da..."

Ergebnis: Iren versprechen furchtbar viel, furchtbar schnell. Insbesondere die Handwerker. Und man kann man ihnen auch glauben, was sie versprechen, sobald sie es dann auch gemacht haben. Davor glaubt ihnen besser kein Wort, spart unnötigen Frust...
Das erwähnte ich bereits öfters? Tja, hab ja auch genug Grund dazu^^

Freitag, 6. Februar 2009

Pläne, große Pläne...

... aber ob sie jemals in die Tat umgesetzt werden, wage ich noch zu bezweifeln.
Ja, ich rede von den Fenster, die jetzt am 12.2. eingesetzt werden sollen. Wenn der Winter vorbei ist, gibts neue Fenster, grandios. Aber glauben tu ichs erst, wenn die Teile dann auch endlich drin sind.
Oh, und dann wird hier grad noch ganz groß geplant... Auf unserer Dachterrasse sammelt sich ja Wasser, weswegen da eine Art Satteldach drauf soll, damit das Wasser abfließen kann. Die Terrasse kommt dann aufs Garagendach.
Und die Außenwände sollen von innen isoliert werden!
Und die Zimmer gscheide Entlüftungssysteme bekommen, gegen Schimmel!
Und und und...
Wers glaubt wird selig...^^
Eine Sache noch zu Irland, bzw. zu irischen Handwerkern: glaubt erst, was euch versprochen wurde, wenn es da ist. Hab ich das bereits mal erwähnt? Egal...

Grüße,
Phil

Montag, 2. Februar 2009

Heavy Metal Farmer!

Oh ja, Old Mac Donal war gestern, heute geht das anders:



In dem Sinne: stay true ;)

Samstag, 31. Januar 2009

Gods To The Godless!

Aye, nachdem ich "dezent" von irgendwem (*hust*Rybi*hust*) darauf hingewiesen wurde, dass ich ja noch garnichts zu meinem Erlebnis der besonderen Art letztes Wochenende geschrieben habe, kommt hier erst eine Erklärung dazu, und dann der heiß ersehnte Bericht ;)
Ich wollte nämlich noch warten, bis es Bilder zum Gig gibt. Nun ja, jetzt gibts immerhin ein paar wenige. Also ab dafür.

Letzten Samstag war eines der besten Erlebnisse in Irland bisher. Aber von Anfang an...
Vor nahezu vier Jahren bin ich über eine ganz besondere Band gestolpert: Primordial
Die Band kommt aus Irland und spielt eine schwer zu beschreibende Art von Metal: irgendwo zwischen Pagan und Doom Metal, mit Folkeinflüssen. Unbeschreiblich episch, dramatisch, mitreißend, erhaben, melancholisch... Zumindest für Leute, die einen Zugang zu der Musik finden.

Nun, letztes Jahr spielte die Band in Dublin, und es muss ein Wahnsinnsauftritt gewesen sein. Ein Jahr später spielten sie jetzt an selber Stelle und haben auch gleich Aufnahmen für eine Live-DVD gemacht, die wohl irgendwann nach dem Sommer rauskommen wird.
Keine Frage also, dass ich da hin musste.

Also, am Samstag nach der Arbeit in den Bus gestiegen, in Dublin mein Zeug ins Hostel gebracht, nen Burger gegessen und ab zur Halle. Die war dann auch gut gefüllt mit Fans aus den verschiedensten Ländern (Irland, Deutschland, Schweden, Finnland, Tschechien, Polen, England, Schottland, um nur ein paar zu nennen).

Den Anfang machten dann Darkest Era, eine irische Nachwuchsband. Klassischer Doom Metal à la Grand Magus mit Texten wie von Primordial, sehr gefällig. Die Schlagzeugerin lieferte noch dazu eine beeindruckende Mimik ab...

Weiter gings mit den von mir sehr geschätzten Mourning Beloveth, Doom Death Metal der Extraklasse. Aufgrund der exorbitanten Liedlänge konnten sie leider nur 4 Lieder spielen, aber die haben sowas von reingehauen! Ich hatte zu dem Zeitpunkt einen Platz in der 2. Reihe ergattert und wurde einfach nur weggeblasen von diesem Soundgewitter... Sehr beeindruckend, aber auch schwer verdaulich, was sicherlich an der Langsamkeit der Lieder liegt. Nichts für jeden Tag, aber definitiv sehenswert!

Und dann wurde es auf einmal immer voller um mich herum, und die Spannung stieg ins Unerträgliche. Nach einer halben Ewigkeit gingen endlich die Lichter aus und Primordial kamen auf die Bühne. Die Anfangsakkorde von "Empire Falls" erklangen und die Masse drückte nach vorne, Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill begann zu singen und alle sangen mit... Dieser Mann hat eine Bühnenpräsenz, es ist unglaublich. Gekleidet wie ein irischer Soldat im Unabhängigkeitskrieg und weißem Warpaint im Gesicht kommt er auf die Bühne, fixiert schätzungsweise jeden Fan im Publikum einzeln und allein seine Mimik schrie "Sing mit!"...
Ein wahnsinnig mitreißendes Konzert, um mich herum ließen alle ihren Emotionen freien Lauf, sangen mit, ließen die Haare kreisen, erhoben die Fäuste...
Und dann die Setlist. Da waren Lieder dabei, die Live eine immense Kraft haben. Für alle interessierten tippe ich die Setlist weiter unten ab.
Achja, und dann der Kameramann vor mir. Im Graben vor der Bühne waren zwei davon. Der eine erwischte bei seinen Publikumsaufnahmen irgendwie 80% der Zeit den Ausschnitt der Menge, in dem ich stand. Erst in der zweiten Reihe und nach dem 1. Drittel dann in der ersten. Tja, sollte es eine Live-DVD geben, werde ich definitiv zu sehen sein xD
Hier noch ein kleines Bild, vielleicht versteht manch einer dann, was ich mit dieser unglaublichen Mimik meine:

(Disclaimer: das Bild ist von Paradox-Pictures auf flickr.com hochgeladen worden und stammt NICHT von mir)

Und als Abschluss noch die Setlist:
Empire Falls
Fuil Ársa
Gallows Hymn
Sons Of The Morrigan
Cast To The Pyre
The Golden Spiral
As Rome Burns
The Coffin Ships
Traitors Gate
Journey's End
No Nation On This Earth

Gods To The Godless
Heathen Tribes

Alles in allem wars ein grandioses Wochenende. Und auch wenn mich alle Primordialfans daheim in Deutschland auf Ewig dafür hassen werden: wer nicht da war, hat was verpasst...

Donnerstag, 29. Januar 2009

Mein neuer Mitbewohner

Ja, richtig gelesen, ich habe einen neuen Mitbewohner. Heute komm ich also von der Arbeit Heim, denk mir nichts böses, geh in mein Zimmer und da seh ich ihn, grinsend an der Wand und von der schlecht und notdürftig reparierten Decke hängen:


Bernd, der misanthropische Schimmel.
Ich wusste nicht, dass er so heißt, aber Anne hat mit ihren übernatürliche Fähigkeiten sofort seinen Namen rausgefunden. Wie er zu mir gekommen ist? Nun, ich vermute mal, dass er durch das Leck in der Decke, das ja unter der Holzplatte ist, mit einem Schwung Regenwasser reingekommen ist, und dann einfach mal beschlossen hat, bei mir zu bleiben. Und das, ohne mich zu fragen...
Ich weiß nicht, wie lange er bei mir bleiben wird, aber eines ist sicher: einer muss weichen! Und es werde nicht ich sein...
Bernd, das bedeutet Krieg!

Samstag, 17. Januar 2009

Es kommt ein Sturm!

Beziehungsweise eigentlich ist er schon da.
Irland, bzw. die Westküste bekommt grade eine Sturmfront ab, mit Platzregen, Hagel, Windgeschwindigkeiten von 100-140 km/h und solchen Scherzen.
Und wer wohnt in einem Haus mit undichten Fenstern? Und undichtem Dach, was allerdings nur in einem Zimmer zu tropfender Decke führt, das natürlich wem gehört?
Richtig geraten...

Naja, einfach ne Schüssel auf den Boden gestellt und die Passage nach Amerika aufm Coffin Ship gebucht, irgendwann scheint die Sonne auch für uns hier auf der Insel...

In dem Sinne, schöne Zeit! ;)
Phil

Montag, 12. Januar 2009

Kundenservice?!

Heute mal eine kleine Anekdote zum Thema Fluggesellschaften. Genauer gesagt zu Aer Lingus.
Aer Lingus ist die einzige Fluggesellschaft, die regelmäßig von Dublin aus direkt nach München fliegt. Also ist Aer Lingus auch die erste Wahl für mich, wenn ich in die Heimat fliege.
Nun habe ich also einen Flug gebucht, und der Rückflug sollte um 12.30 in Dublin landen. Natürlich wunderbar für mich, da kann ich dann noch streßfrei den Bus nach Galway nehmen und bin nachmittags da.

Jetzt bekomm ich heute eine E-Mail, dass der Flugplan geändert wird, der Rückflug geht um 18:55 in München und landet 21:35 Ortszeit in Dublin. Es geht dann noch ein Bus um 23 Uhr nach Galway, aber das wird wunderbar ermüdend.
Wie auch immer, ich rufe also bei Aer Lingus an, weil sie in der Mail schrieben, dass man bei Änderungen von mehr als zwei Stunden, die einem nicht ins Konzept passen, anrufen soll.
Ich ruf an und sage, dass der letzte Bus da schon weg sei (bei CityLink stimmt das sogar!) und dass ich so ein Hotel nehmen müsste, ob nicht am nächsten morgen in der Früh ein Flug geht, oder Aer Lingus mir ein Hotel zahlt.
Antwort: der einzige Flug in der Früh geht Donnerstags (ich hörte mein Urlaubskonto schreien, umbuchen, also draufzahlen hätte ich auch müssen) und ein Hotel wird nicht gezahlt, dafür wurde ich zu früh informiert und bla...

Naja, jetzt nehm ich dann halt den späten Bus, aber trotzdem. Von den Infos, die Aer Lingus hat, hätten die mich eiskalt die Nacht am Flughafen verbringen lassen... Ich weiß ja nicht, ob das ein normales Verhalten für eine Fluggesellschaft ist, aber trotzdem find ichs irgendwie assozial.

Bis die Tage,
euer Phil

Samstag, 3. Januar 2009

Statusmeldung

So, nachträglich allen Lesern noch ein frohes neues Jahr!
Wir haben Silvester ganz "gemütlich" (=feucht-fröhlich) in der WG gefeiert, in Irland darf man ja kein privates Feuerwerk machen und es war uns zu blöd, das Offizielle aus Dublin im Fernsehn anzuschauen. Also um Punkt 12 angestoßen und weitergetrunken. Der nächste Tag fing logischerweise sehr spät an, zum Frühstück/Mittagessen gabs dann so gegen 18 Uhr Sushi^^

Was gibts sonst zu vermelden... Meine Freundin war zu Besuch, allerdings ist sie heute früh wieder heim geflogen. Mir gehts jetzt logischerweise nicht spitze, aber irgendwie hab ich mich schon daran gewöhnt, ständig auf Wiedersehen zu sagen... Fernbeziehungen sind scheiße^^

Grad ist noch Seppi da, ein Kumpel aus Schulzeiten (Deutsch-LK-Kaffeetrinkerclub), morgen fährt er aber wieder. Und dann kehrt so langsam aber sicher wieder Normalität in der WG ein...

Achja, eine Sache noch: die Kommentarfunktion meines Blogs beißt nicht und darf sehr gerne genutzt werden^^

Cheers,
euer Phil