Montag, 30. März 2009

Gaelic Football

Heute ein kleiner Bericht des gestrigen Ausflugs. Wir waren in Tuam, einen kleinen Ort nördlich von Galway. Eingeladen von unserem Arbeitgeber waren wir dort nämlich im örtlichen "Stadion", denn Galway spielte gegen Mayo, das County nördlich von uns. Wenn ich "Stadion" schreibe, meine ich übrigens Feld mit ein paar Rängen seitlich. Trotzdem waren gut 6000 Leute da, denn diese zwei Countys mögen sich nicht so recht.

Gaelic Football ist eine Mischung aus Rugby und Fußball. Es gibt zwei Tore mit nach oben verlängerten Pfosten. Ein Tor zählt drei Punkte, wobei der Ball getreten oder geschlagen werden darf. Den Ball auf die selbe Art und Weise über das Tor zwischen die Pfosten zu bringen zählt einen Punkt. Gepasst werden darf nur durch schleudern, schießen oder den Ball zu schlagen. Der Ball darf maximal 4 Sekunden festgehalten werden, dann muss gepasst werden oder der Spieler dribbelt oder er kickt den Ball hoch und fängt ihn wieder. Körperkontakt ist zwar nicht so präsent, wie im Rugby, aber sagen wir es so, die italienische Fußballnationalmannschaft wäre schon nach fünf Minuten weinend vom Platz gerannt.

Das Spiel geht also los, es ist kalt und es nieselt. Galway führt, unsere Betreuerin (Jayne, aus Mayo) flucht wie ein Rohrspatz, es nieselt immer mehr, das Spiel wird wegen Galways Überlegenheit etwas öde. Die zweite Halbzeit beginnt, Mayo legt zu, Jayne kriegt sich kaum mehr ein vor lauter Anfeuern, und am Ende gewinnt Mayo sogar.
Das Spiel war jetzt im Vergleich zu manchen Gaelic Football Spielen, die ich im Fernsehen gesehen habe, nicht so berauschend, aber schon irgendwie lustig.

Aber wenn man nichts dafür zahlen muss, nimmt man so ein Spiel durchaus mit ;)

Donnerstag, 19. März 2009

Frühling!

So, endlich wird das Wetter wieder besser! Nach dem ewig langen grauen Winter, mit Regen und Stürmen, kommt jetzt wieder die Phase, wo ab und an auch mal schönes Wetter ist... Heute zum Beispiel, und die letzten beiden Tage auch, hatte es 14°C im Schatten, es gab kaum Wind, keine Wolken, und überall regt sich wieder das Leben. Die Blumen sprießen...

...die Leute strömen ins Freie und genießen die Sonne, zum Beispiel am Spanish Arch...


...wo sie Gitarre spielen, Bier trinken, reden, lesen, dösen. Und wir? Nun...


... wir kaufen uns ein Rugbyei und haben Spaß :D Nach einer Weile gingen wir dann an den Strand, schauten der Sonne beim Untergehen zu, und dann gings wieder heim.


Toller Tag mal wieder, muss ich sagen...

In dem Sinne: mir gehts gut!

Phil

Mittwoch, 11. März 2009

Beobachtung #9

Beobachtung #9: Meine Fresse ist dieses Land teuer Oo

Ich habs sicherlich schon mal erwähnt, aber Irland ist seeeehr teuer. Das Pint Guinness im Pub kostet 3,90 aufwärts, unter 3,40 bekommt man kein Bier, Sonderangebote ausgenommen. Im Laden kostet ein 8er Pack Heineken (eins der besseren Biere, dass man hier kaufen kann...) 16€.

Heute war ich beim Friseur, habe meine Spitzen schneiden lassen, das hat 18€ gekostet! Okay, ich vermute mal, dass ich nen blöden Friseur erwischt habe, andere sind billiger, aber trotzdem...

Beispiele gibts genug, aber ich belass es mal dabei. Irland ist teuer!

Freitag, 6. März 2009

Neuigkeiten, und so!

Nachdem ich schon länger nichts mehr von mir habe hören lassen hier nun ein Update, was so alles passiert ist die letzten Tage.
Also, am 20.2. bin ich ja für 11 Tage nach Deutschland geflogen, das war wie erwartet wunderbar.
Doch davor ist etwas unglaubliches passiert. Ihr werdet es mir nicht glauben, aber es ist wahr:
Wir haben neue Fenster! Doppelglas und auch noch gscheid eingebaut!
Und noch mehr: während ich weg war, wurde ein Ventilationssystem eingebaut, dass die Luft trocknen soll. Die Folge dessen: im Zuge des Einbaus hat mich Bernd verlassen. Endlich ist das Zimmer wieder mein!
Nun, die Handwerker haben beim Einbau der Anlage allerdings ein gigantisches Chaos hinterlassen, Meterdicke Staubschichten überall. Und durch die durchgängigen Luftröhren ist das Haus noch hellhöriger... aber okay, ich bin ja nur noch 5 Monate hier^^

Ansonsten ist hier grad richtig viel los. Rachel ist wieder in Süd-Korea, Irina in Finnland, Elise in Frankreich und Judith arbeitet jetzt wo anders und wohnt auch nicht mehr hier.
Dafür ist schon eine neue Süd-Koreanerin namens Hanakim eingezogen, und so um den 22.3. ziehen dann noch eine Süd-Koreanerin, eine Australierin und eine Schweizerin ein.
Und dann einen Monat drauf ist Manuel weg, und ca. einen Monat darauf Arlei, und dann auch bald Johanna... Die Zeit des Wechsels hat begonnen, das wird durchaus interessant glaub ich.

Nunja, was noch. Gestern war ich im Kino, Gran Torino hab ich angeschaut. Mein Urteil: unbedingt anschauen, ein wirklich grandioser Film!

So, das wars vorerst mal von mir.
So far, so good!
Phil

Aran Islands

So, hier jetzt der Bericht von den sagenumwobenen Aran Islands.
Die Aran Islands sind eine kleine Inselgruppe vor der irischen Westküste, mit Bus und Boot von Galway aus ca. 2 Stunden entfernt. Die größte Insel ist Inis Mór (anglisiert: Inishmore), dann gibt es noch Inis Meáin (Inishmaan) und Inis Oírr (Inisheer). Auf Inis Mór leben im Winter 600-800 Menschen, im Sommer sind es 1300-1500.
Auf den Aran Islands sprechen die Leute Irisch. Es ist schon lustig, wenn man in den Supermarkt kommt und die Leute nicht versteht. Aber sie sprechen natürlich alle auch Englisch.

Nun, um kurz nach 9 ging der Bus in Galway los und brachte uns nach Rossaveal, einem kleinen Ort westlich von Galway. Dort ging dann die ca. einstündige Fahrt mit der Fähre los, die wir natürlich an Deck verbrachten:


Auf Inis Mór angekommen wehrten wir erfolgreich alle Iren mit Kleinbussen ab, die uns eine Rundfahrt andrehen wollten und gingen zu Fuß los, die Insel zu erkunden. Schnell stellten wir fest, dass die Natur extrem rau aber sehr reizvoll ist. Im Preview habe ich ja bereits ein Bild gepostet, dass die ganzen kleinen Mauern zeigt. Diese Art der Landschaft ist hauptsächlich zu finden, ansonsten siehts so aus:


Karstlandschaft vom Allerfeinsten, ziemlich ähnlich wie im Burren. Sehr karg, aber sehr beeindruckend.
Weiter ging es, vorbei an typischen Postkartenmotiven, wie dem hier:


Dann kamen wir vorbei an dieser Bucht, hin zu Dun Aenghus.


Dun Aenghus ist eines der ältesten prähistorischen Ringforts Europas an den westlichen Klippen der Insel. Von dort bot sich dann folgendes Panorama:


Und natürlich der Blick auf den Atlantik, zwischen uns und Amerika nur Wasser. Sehr beeindruckender Gedanke, irgendwie.
Dann ging es mit dem Bus zurück zum Hafen und dann nach Galway zurück.

Fazit: ein sehr lohnenswerter Trip. Die Aran Islands sind definitiv einen Besuch wert!